Moot Courts

Was ist ein Moot Court?

Ein „Moot Court“ ist ein fiktives Gerichtsverfahren. Dabei nehmen die Teilnehmer die Rolle der Vertreter der Parteien ein und erhalten so die Möglichkeit, theoretisches Wissen anzuwenden sowie praktische Fähigkeiten der Verhandlungsführung zu erlangen. Moot Courts werden in Form von Wettbewerben als „juristisches Turnier“ von Mannschaften verschiedener Universitäten ausgetragen. Dabei können sich je nach Wettbewerb bis zu mehreren hundert Mannschaften aus (fast) allen Ländern der Welt messen. Als Richter des fiktiven Gerichts fungieren dabei Professoren und Praktiker. Moot Courts finden typischerweise in zwei Phasen statt. Zunächst werden Schriftsätze für die fiktiven Mandanten erstellt. Dann wird vor den „Gerichten“ plädiert. Die Bewertung erfolgt je nach Moot nach verschiedener Wertigkeit der Schriftsätze und mündlichen Plädoyers. Größere Moot Courts unterteilen sich häufig in eine (ggf. nationale/regionale) Vorrunde und ein Finale.

 

Vorteile der Teilnahme an einem Moot Court

Die Teilnahme an einem Moot Court bietet die Möglichkeit, die juristischen Fähigkeiten bereits während des Studiums praxisnah anzuwenden und einen Einblick in die Anwaltstätigkeit zu erlangen. Je nach Wettbewerb werden dabei bekannte Rechtsgebiete vertieft oder neue Rechtsgebiete erarbeitet. Ein Moot Court schult insbesondere die Argumentationsfähigkeit und rhetorische Fähigkeiten. Bei den fremdsprachigen Moot Courts werden durch das intensive Training die jeweiligen Fremdsprachenkenntnisse stark verbessert. Die Teilnehmer können Kontakte in die Praxis, aber auch zu Studenten anderer Universitäten und Länder knüpfen. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit durch die Teilnahme an einem Moot Court Scheine zu erwerben. Für die einzelnen Regelungen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Betreuer.

 

Moot Courts an der Universität Bayreuth

Die Universität Bayreuth nimmt an mehreren Moots, davon zwei internationalen, teil. Diese finden in der Regel im Wintersemester statt. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung/Auswahl der Mannschaftsmitglieder bereits im Semester vor dem Wettbewerb stattfindet. Kontaktieren Sie daher bei Interesse frühzeitig die jeweiligen Verantwortlichen für Informationen zum Ablauf. Insgesamt nimmt die Universität Bayreuth an folgenden Moot Courts teil:

Internationale Moot Courts

- Willem C. Vis Moot

- European Law Moot Court (ELMC)

- Draft Common Frame of Reference Warsaw International Arbitration Moot (DCFR)

Nationale Moot Courts

- Moot Court des Bundesarbeitsgerichts
   (Unterstützender Lehrstuhl: Zivilrecht II, Prof. Dr. Loritz)

- Moot Court der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft und des Bundesfinanzhofs
   (Unterstützender Lehrstuhl: Zivilrecht II, Prof. Dr. Loritz)

- Soldan Moot Court zum allgemeinen Zivil- und Anwaltsrecht
   (Unterstützender Lehrstuhl: Zivilrecht XI, Prof. Dr. André Meyer, LL.M.)

Bayreuth Moot Court Association

Seit dem 13. November 2012 existiert mit der Bayreuth Moot Court Association (BayMCA) ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der von Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten der Universität Bayreuth gegründet wurde. Bei den Gründungsmitgliedern handelt es sich um ehemalige Moot Court Teilnehmer und Moot Court Coaches. Die BayMCA unterstützt derzeit den Willem C. Vis Moot und den DCFR-Moot. Im Rahmen der von der BayMCA geförderten Moots ist grundsätzlich sowohl der Erwerb eines einfachen ("kleinen") Seminarscheins als auch einer Freischussverlängerung möglich.

Nähere Informationen unter www.baymca.uni-bayreuth.de.

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