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Gute wissenschaftliche Praxis - DFG
DFG: Empfehlungen der Kommission "Selbstkontrolle in der Wissenschaft"
Vorschlägezur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis - Denkschrift
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DFG Verfahrensleitfaden
Gute wissenschaftliche Praxis

 


Deutscher Hochschulverband 2016
Regeln Guter wissenschaftlicher Praxis bei der Industriepromotion
Pressemitteilung
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Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer e.V.
Regeln Gute wissenschaftliche Praxis im Öffentlichen Recht
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Curriculum zum Thema
Gute Wissenschaftliche Praxis

Gute wissenschaftliche Praxis

Die University of Bayreuth Graduate School begleitet die Umsetzung der von der Hochschulleitung am 12. Juli 2011 empfohlenen „Maßnahmen zur Sicherung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis bei der Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden, insbesondere im Promotionsverfahren.

Ziel ist eine verpflichtend im Curriculum vorgeschriebene Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten während des gesamten Studiums bis hin zur Promotion.

Die Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden soll sich in einem Rahmen vollziehen, der die dauerhafte Vertrautheit mit den Standards guter wissenschaftlicher Praxis sicherstellt.

Sicherung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten

Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (§3 der Satzung der Universität Bayreuth)

(1) 1Alle an der Universität Bayreuth in der Forschung tätigen Personen sind zu wissenschaftlicher Redlichkeit verpflichtet (Art. 6 Abs. 1 Satz 3 BayHSchG). 2Sie müssen die in ihrem wissenschaftlichen Tätigkeitsbereich anerkannten Standards guter wissenschaftlicher Praxis (Regeln) beachten, etwaige Zweifel über die maßgeblichen Standards eigenverantwortlich aufklären, wissenschaftliches Fehlverhalten vermeiden und erkanntes Fehlverhalten regelgerecht korrigieren. 3Sie sind für die ihnen zurechenbaren Folgen ihres Fehlverhaltens verantwortlich.

(2) 1Die Fakultäten stellen sicher, dass die Vermittlung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis in allen Studiengängen und im Rahmen der Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden dauerhaft gewährleistet ist; hierbei ist die Aufmerksamkeit auch auf die Gefahr wissenschaftlichen Fehlverhaltens zu lenken. 2Die Betreuerinnen und Betreuer bieten den Doktorandinnen und Doktoranden ungeachtet der Verantwortung der Fakultät regelmäßig Gespräche an, die auch der Klärung von Zweifeln über die Standards guter wissenschaftlicher Praxis dienen.

(3) 1Wissenschaftliche Forschungsarbeit dient der Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse, der wissenschaftlichen Grundlegung sowie der Weiterentwicklung von Lehre und Studium (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 BayHSchG); sie wird geprägt von der eigenverantwortlichen und methodisch kontrollierten Arbeit an möglichen Erkenntnisfortschritten. 2Das gilt insbesondere für die wissenschaftliche Arbeit im Rahmen eines Promotionsvorhabens. 3Die Betreuung im Rahmen des Promotionsverhältnisses entbindet die Doktorandin bzw. den Doktoranden nicht von der Pflicht, sich über die maßgeblichen Standards guter wissenschaftlicher Praxis zu informieren und diese dauerhaft zu beachten. 4Fehlt es an Anhaltspunkten dafür, dass die Doktorandin oder der Doktorand die Standards guter wissenschaftlicher Praxis missachtet, darf die Betreuerin oder der Betreuer des Promotionsvorhabens auf das regelgerechte Verhalten der Doktorandin bzw. des Doktoranden vertrauen (Vertrauensgrundsatz). 5Sätze 3 und 4 gelten entsprechend für alle Personen, die in wissenschaftlichen Arbeitsbereichen oder -gruppen (z.B. Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs, Forschergruppen, Forschungsstellen, Lehrstühlen) forschen und nicht Doktorandinnen bzw. Doktoranden sind.

(4) 1Zu den Standards guter wissenschaftlicher Praxis gehören insbesondere

1. der transparente und nachvollziehbare Umgang mit Ideen, Texten, Daten und sonstigen Quellen, die von anderen stammen, namentlich durch die Beachtung aussagekräftiger und Missverständnisse vermeidender Zitierregeln,
2. die für Dritte nachvollziehbare, insbesondere lückenlos protokollierte und dokumentierte Erhebung von Primärdaten (Originaldaten),
3. die Wahrung strikter Ehrlichkeit im Hinblick auf die Forschungsbeiträge anderer, insbesondere bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen die Nennung von Personen, die einen eigenen wissenschaftlichen oder wesentlichen sonstigen Beitrag geleistet haben, als Mitautorinnen oder Mitautoren und, soweit möglich, die Kennzeichnung ihres Beitrags (Art. 6 Abs. 2 BayHSchG),
4. die Beachtung der gemeinsamen Verantwortung von Mitautorinnen und Mitautoren für Publikationen unter Ausschluss der sog. Ehrenautorschaft,
5. die Ausrichtung der Bewertung und Benotung wissenschaftlicher Arbeiten an transparenten Maßstäben bzw. Kriterien, die insbesondere sicherstellen, dass Originalität und Qualität Vorrang vor Quantität haben,
6.Transparenz hinsichtlich der Finanzierung von Forschungsprojekten sowie
7. die Offenlegung von Interessenkonflikten im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt. 2Die Besonderheiten der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen, insbesondere der experimentell arbeitenden Fächer, sind ebenso zu beachten wie die Anforderungen multi-, inter- und transdisziplinären wissenschaftlichen Arbeitens.

(5) Primärdaten, die als Grundlage für Veröffentlichungen dienen, sind in derjenigen wissenschaftlichen Einrichtung, in der sie entstanden sind, für zehn Jahre auf haltbaren und gesicherten Datenträgern aufzubewahren, soweit dies zum Zwecke der Nachprüfbarkeit erforderlich ist.

(6) Die Leiterinnen und Leiter von wissenschaftlichen Arbeitsbereichen oder -gruppen (Abs. 3 Satz 5) müssen unbeschadet der Verantwortung der Fakultäten (Abs. 2 Satz 1) durch geeignete und angemessene Organisationsmaßnahmen sicherstellen, dass die Aufgaben der Leitung und Aufsicht einschließlich der Klärung der maßgeblichen Standards guter wissenschaftlicher Praxis innerhalb der Arbeitsbereiche oder -gruppen eindeutig zugewiesen sind und von den jeweils dort Tätigen tatsächlich wahrgenommen werden


Vollständiger Text:
Satzung der Universität Bayreuth zur Sicherung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten
vom 10. Mai 2012:
zum download des Satzungstextes

Gute wissenschaftliche Praxis in Promotionsverfahren

Beschluss der Hochschulleitung zur Sicherung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis bei der Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden

zum download des Hochschulbeschlusses