Betreuungsvereinbarung

Betreuungsvereinbarung

Die Betreuungsvereinbarung beinhaltet das Verhältnis zwischen den Promovierenden und ihren Betreuerinnen oder Betreuer und damit auch der Fakultät/Universität. Die Rechte und Pflichten, aber auch die Erwartungen beider Seiten werden darin benannt und schriftlich festgehalten.

  • Dauer der Promotion, Art der Finanzierung und persönliche Zielsetzungen der Promovierenden für ihre begleitende überfachliche Ausbildung (Karriereentwicklung) können in dieser Vereinbarung aufgeführt werden.
  • Zusammensetzung und Beitrag eines Betreuungsteams werden darin vereinbart.
  • Gute Wissenschaftliche Praxis: Betreuende und Promovierende verpflichten sich zur Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis.

Eine Betreuungsvereinbarung ist eine individuelle Regelung und wird mit fortlaufender Promotion an die Entwicklungen angepasst.

Empfehlungen für das Erstellen von Betreuungsvereinbarungen

Übernahme von: Deutsche Forschungsgemeinschaft: Empfehlungen für das Erstellen von Betreuungsvereinbarungen. DFG Vordruck 1.90 - 7/08

Eine Betreuungsvereinbarung soll das Verhältnis zwischen Promovierenden und Betreuenden inhaltlich und zeitlich transparent gestalten. Die Planung und Durchführung des Promotionsvorhabens sollen durch die strukturierte Kooperation zwischen Betreuenden und Promovierenden eigenverantwortlich so gestaltet werden, dass das Vorhaben mit hoher Qualität innerhalb eines angemessenen Zeitraumes abgeschlossen werden kann. Eine Betreuungsvereinbarung sollte mindestens folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Beteiligte (der/die Promovierende, Betreuende, ggf. Mentoren und weitere Beteiligte),
  • Thema der Dissertationsarbeit (ggf. Arbeitstitel),
  • inhaltlich strukturierter Zeit- und Arbeitsplan bzw. dessen Weiterentwicklung,
  • Aufgaben und Pflichten der/des Promovierenden:
    Regelmäßige Berichtspflichten (Leistungsnachweise, Teilnahme am Qualifizierungsprogramm/ Wissenschaftliche Weiterbildung, ...), regelmäßige Vorlage der inhaltlichen Teilergebnisse,
  • Aufgaben und Pflichten der/des Betreuenden:
    Regelmäßige fachliche Beratung, Unterstützung der frühen wissenschaftlichen Selbständigkeit, Karriereförderung/Mentoring, Qualitätssicherung (regelmäßige Fortschrittskontrollen,...). Hinweis: Die Verpflichtung zur Betreuung bis zum Abschluss der Promotion ist unabhängig von der Dauer der Finanzierung der Promotion,
  • Integration in eine Arbeitsgruppe, in einen Forschungsverbund oder in ein Graduiertenprogramm (Graduiertenkolleg, Graduiertenschule ...),
  • Arbeitsplatz (Ausstattung der/des Promovierenden),
  • beidseitige Verpflichtung auf die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis,
  • Regelungen bei Konfliktfällen,
  • besondere Maßnahmen oder Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Tätigkeit.